Das Böse

Glaubt man den Debattenbeiträgen nicht nur meinungsstarker Medien, hat das Böse seit geraumer Zeit Konjunktur. Verteufelt werden nicht nur einzelne Selbstmordattentäter und Terrororganisationen, sondern rundweg auch politische Widersacher oder ganze geopolitische Bündnisse („Achse des Bösen“).
Doch auf welche unterschiedlichen Arten wurde das Böse (philosophie-)historisch definiert? Welche Positionen vertreten Denker*innen heute zur Frage des Bösen? Und wie lässt sich verstehen, dass Menschen böse handeln?

Der Themenschwerpunkt möchte das Böse sowohl theoretisch, definitorisch und als intellektuelles Problem beleuchten als auch unter individuellen, gesellschaftlichen und moralphilosophischen Gesichtspunkten.

Anregungen und Beitragsvorschläge können gerne an wamssler@praefaktisch.de gesandt werden.

17. Februar 2026
Von Dr. theol. Viktoria M. A. Vonarburg (Pastoralraum Region Aarau) – Der jüdische Universalgelehrte Maimonides bzw. Rambam (1135/38–1204) stellte in seinem Werk Führer der Verwirrten (Moreh haNevukhim, MN) drei Arten…
10. Februar 2026
Markus Abraham (Universität Hamburg)1– Während das Böse in der Philosophie ein klassisches Thema ist,2 gilt es in der Rechtswissenschaft als Unthema. Überwindet man die Verständigungsblockade zwischen den beiden Disziplinen, wird…
20. Januar 2026
Hans Martin Dober (Universität Tübingen) – Der Titel von B. Stangneths Essay „Böses Denken“ ist doppelsinnig.1 Zum einen kann er bedeuten, das Böse zu denken, zum anderen, ein böses Denken…