Der Mensch, ein Baum und Pflanzen. Zu ausgewählten Chancen und Grenzen von Anthropomorphismen

Von Florian Wobser (Passau) –

„Wer kann einen Baum zeichnen, ohne Baum zu werden!“

                                                                         (Nietzsche[1])

Nietzsche also gibt den Ton an, sobald es um eine Dezentrierung des Menschen geht; viel mehr, wenig Schmeichelhaftes, wäre auch bei ihm zu Mensch und Tier zu holen – doch das Spannende ist es, den human-animal-gap[2] weiter-, vielleicht sogar zu überdrehen, zum human-plant-gap. Beide teilen das Phänomen des Anthropomorphismus. Für die Philosophie bzw. speziell Ethik ist es wohl ein Problem, für die Künste anregender Impuls und für Nietzsche, der beides vereint, macht es gleich die conditio humana aus: „Hauptlehre: die Natur ist wie der Mensch: irrt usw. Vermenschlichung der Natur.“[3] Beiläufig, irgendwo zwischen der Morgenröte (1881) und dem Zarathustra (ab 1883), stellt er als „Fingerzeige zu einem neuen Leben“ – wie so häufig – auch den Gegensatz in Aussicht: „von der Entmenschlichung der Natur“.[4] Damit ist das heuristische Spannungsfeld dieses Beitrags an naheliegender Stelle aufgezeigt, die nicht ausgeführt wurde – diesem Topos gerecht zu werden, ist unmöglich, möglich sind Gedanken zur philosophisch-ethischen Naturbildung im Kontext des Diskurses zum Anthropozän.


Anthropomorphismus

Was ist das überhaupt, so ein ‚Anthropomorphismus‘? Schaut man vorerst, vor dem möglichen plant turn, in ein bereits vorliegendes Lexikon der Mensch-Tier-Beziehungen, so muss man das, was dort zu lesen ist, bis auf Weiteres ergänzen:

Auf Tiere bezogen sind Haustiere ein gutes Beispiel, weil viele Personen z.B. mit ihrem eigenen viel sprechen (nicht selten sogar mehr als mit Familienmitgliedern). Gilt dies auch für Pflanzen? Bäume werden etwa anthropomorphisiert, sobald diese liebevoll berührt (tree hugging) werden. Solche Analogien werden nicht nur bei Bürger:innen, sondern gegenüber jüngeren Kindern als moralisierendes Erziehungsmittel eingesetzt. So erinnere ich mich an meine Kindergartenzeit, in der ein anderes Kind ermahnt wurde, indem sein Abreißen von Blättern eines Baums – oder sogar Buschs – kommentiert wurde mit „Soll ich Dir auch ein paar Haare ausreißen?“ Mit dieser Tendenz zur schwarzen Pädagogik, die man sich heute noch vorstellen kann, wird bewusst oder zufällig jener These gefolgt, dass Kinder eine animistische Entwicklungsphase hätten, also viel intensiver als Ältere belebte oder unbelebte Entitäten ‚beseelten‘ und damit vermenschlichten.[5] Der kleine Skandal liegt hier darin, dass den Pflanzen buchstäblich (nicht metaphorisch) solche Eigenschaften attestiert werden. Doch Erziehung ist nicht Bildung – wie kommt man also vom Schockieren zum kritisch-sensiblen Reflektieren der eigenen Position in der Natur?

Metaphern, Mimesis und Animismus

Zur Beantwortung dieser Frage wird der These gefolgt, dass bessere Prozesse der Naturbildung überhaupt möglich sind, sobald man – anders als in Religionen – die metaphorische Dimension der Übertragung humaner Merkmale auf Pflanzen zulässt. Es gibt ebenso, das sei vorab gesagt, eine (natur-)philosophische Tradition, die sich auf Erkenntnisse der Naturwissenschaft wie der Psychoanalyse bezieht und quer steht zur offenen Frage eines Verbaliter oder Metaphorischen, die sich auf mimetische oder mimikryartige Nähe stützt. Vorarbeiten von u.a. Walter Benjamin oder Michel Leiris gipfeln vielleicht in dem ‚Tierwerden‘ bei Gilles Deleuze und Félix Guattari, das zugleich ‚Pflanzewerden‘ sein kann. Beide plädieren – mehr oder weniger metaphorisch – für die Emanzipation des Animismus: „Die gesamte Materie wird expressiv.“[6] Dieselbe Flucht vertiefen viele Akteur:innen der Anthropozän-Debatte, zu denen hier im weiteren Sinne ebenso die Denkerin des kritischen Posthumanismus[7], Rosi Braidotti, oder der Neuen Materialismen[8], u.a. Donna Haraway, sowie der Bruno Latour der Akteur-Netzwerk-Theorie zu zählen sind.

Zwischen Dezentrierung und Ermächtigung

Diese Philosoph:innen teilen die Absicht, Anthropozentrismus zu unterlaufen, indem konträre, physiozentrische Erweiterungen zugelassen werden, die praktisch wie theoretisch nicht allein Tiere und Pflanzen, sogar Dinge in deren jeweiliger agency aufwerten. In einem Band zu einem graduell dezentrierbaren Verständnis des ‚Anthropos‘ im Anthropozän, fasst Hannes Bajohr die aktuelle Lage in kategorialer Hinsicht zusammen: „Der Kollaps der Mensch-Natur-Differenz kann so einerseits als Ermächtigung oder andererseits als weitere Dezentrierung des Menschen verstanden werden.“[9] Jörg Noller begrüßt in seiner Ethik des Anthropozäns (2023) graduierbare Verschiebungen zum ‚Anthropodezentrismus‘ und ‚Naturazentrismus‘[10], Künste erhalten durch interdisziplinäre, u.a. ethnologische Vorarbeiten zu dem offenen Grad der Humandezentrierung, der mit Katharina Block ‚reflexiven Anthropozentrismus‘ erfordert[11],philosophische Impulse.[12] Zugleich stehen diese Theorien selbst in Wechselverhältnissen mit z.B. der Literatur von Kafka oder der Malerei von Hieronymus Bosch; deren metaphorische Gehalte werden gewissermaßen auf ihre alltagsweltlichen, realen Potenziale hin überprüft.

Tim Knowles: Larch (4 pen) on Easel #1 (Tree Drawings, 2005)

Doch schauen wir uns an dieser Stelle ein Beispiel aus der Bildenden Kunst an, das installative Werk Larch (4 pen) on Easel #1 aus der Serie Tree Drawings von Tim Knowles im Jahre 2005:

Wir sehen einen Baum, eine Lerche, dem vom Künstler agency verliehen wird, indem an vier seiner Zweige Stifte befestigt werden und eine leere Leinwand so hingestellt wird (1), dass sich ein Gekritzel (2) ergibt durch den Wind, der diese Zweige bewegt (3). Nicht nur metaphorisch, buchstäblich wird die Lerche also zur Künstlerin, wobei ihr Gekritzel keine im figuralen Sinne mimetische Verbindung zur Welt hat, jedoch durch einige – man denke u.a. an Cy Twombly – moderne Abstraktionen legitimiert erscheint. Das ist ein hochspannender Perspektivwechsel im oben nur skizzierten Horizont der anthropozänen Theorie. Die Mensch-Natur-Differenz wird in der Installation flüssig. Doch — wem ist etwas aufgefallen? Wenn wir uns auf die Positionen der Einleitung beziehen, dann macht diese Deutung klar, dass es gar keine ‚Entmenschlichung‘ der Natur ist, vielmehr ‚Vermenschlichung‘ eines Baums. Der Anthropomorphismus hat wieder einmal zugeschlagen… Wie das ethisch zu beurteilen ist, bleibt umstritten; der These humanen Kolonialismus stehen u.a. didaktische Positionen gegenüber, die Personifikationen von Tieren, Pflanzen, Landschaften etc. einfordern, um Menschen naturästhetisch zu involvieren.[13]

‚…Baum zu werden!‘

Lag aber im Gegensatz dazu – gemäß Nietzsches Motto – die Stoßrichtung dieses Beitrags nicht in der Umkehrung solcher Positionen, darin, dass über ‚Entmenschlichung‘ von Natur hinaus der Mensch etwa zum Baum werden sollte? Konkret liegt das bei Nietzsche als ein Bonmot vor, generell ranken sich viele seiner Gedanken um die Subversion des Kulturwesens, so dass der Mensch Tier wird – zum phantastischen, kranken, ‚nicht festgestellten‘ (Raub-)Tier (mit allen Abgründen, die Nietzsche aufreißt). Nicht allein das, manch ein Tier bleibt idyllisch Vorbild für unseren Habitus: „Schlau und fröhlich, wie eine Eidechse in der Sonne“.[14] Doch nicht weniger zum Baum selbst heißt es bei Nietzsche (in eben dieser abgründigen Ambivalenz):

[… W]ir stossen alte Rinden ab, wir häuten uns mit jedem Frühjahre noch […], wir treiben unsre Wurzeln immer mächtiger noch in die Tiefe – ins Böse –, während wir zugleich den Himmel immer liebevoller, immer breiter umarmen und sein Licht immer durstiger mit allen Zweigen und Blättern in uns hineinsaugen. Wir wachsen wie Bäume – das ist schwer zu verstehen, wie alles Leben! – nicht an Einer Stelle, sondern überall, nicht in Einer Richtung, sondern ebenso hinauf, hinaus wie hinein und hinunter, – unsre Kraft treibt zugleich in Stamm, Aesten und Wurzeln […].[15]

‚Baumwerden‘ ist damit ein Pars pro Toto für ‚Pflanzewerden‘, eine Konkretisierung, die jenem fragenden Imperativ folgt, analog zu Gott jede ‚Vermenschlichung‘ abzulehnen: „Wann werden wir die Natur ganz entgöttlicht haben! Wann werden wir anfangen dürfen, uns Menschen mit der reinen, neu gefundenen, neu erlösten Natur zu vernatürlichen!“.[16]

Aus der Höhle in die Baumhöhle?

Bislang wurde gezeigt, dass humane Verhältnisse zum Baum, zu Pflanzen – so der Paratext zum Bereich dieses Blogs – ‚von Beherrschung, Instrumentalisierung und Verdrängung geprägt ist‘. Daran ändert der Umstand nichts, dass man sich auf diffizile, auf dekonstruktive Fortführungen negativer Anthropologie beruft. Diese Ermächtigung gegenüber Natur dominiert; ist überhaupt ein weiterer anthropozäner Perspektivwechsel für eine Naturbeziehung, die einen horizontalen, symmetrischen Gestus aufwiese bzw. sind künstlerische Inszenierungen denkbar, die sich dem Anthropomorphismus entziehen? Man würde hybride, mitunter queere Dezentrierungen erneut bezogen auf Tiere leichter finden (z.B. im Spielfilm Piaffe, 2022, von Anne Oren). In der Doku über den Nationalpark Bayrischer Wald von Lisa Eder, 2021, Der wilde Wald – gewissermaßen genau unser Thema – findet sich folgende Szene: In der Sequenz wird ein Wanderer vorgestellt, der seine Position in der ‚Wildnis‘ (begrifflich besser: ‚Wildheit‘) kritisch reflektiert und diese im Laufe des Filmes durch Fotografien verobjektiviert bzw. künstlerisch inszeniert.[17]

Abb. 4 Lisa Eder: Der Wilde Wald (2021), 00:08:45.

‚Baumwerden‘ als Wahrnehmungsexperiment

Natürlich bleibt der Mensch der eigentliche Akteur. Eventuell hat das auch damit etwas zu tun, dass Anthropozentrismus logisch unhintergehbar ist. Bastian Kalous gelingt fotografisch aber ein Bild, das in aller Offenheit vielleicht am ehesten zu Nietzsches aphoristischer Einschätzung zum ‚Baumwerden‘ passt – und Anthropozentrismus wie -morphismus auf anthropologischen bis naturethischen Ebenen normativ hinterfragen lässt. Von Interesse ist der Umstand, dass es sich bei Eders Doku um keine Fiktion handelt, in denen der Sprung aus der eigenen Kategorie, in Literatur oder Film, besser gelingt[18], weil sie maximale Freiheit der Phantasie stiftet. Anders bei der Dokumentation: Eder gelingt es gegen das realistische Medium eine Figur der Aisthesis und des Denkens zu schaffen, in der – maximal taktil – zwischen Innen und Außen eine humane Position in dem bzw. um den Baum herum inszeniert wird. Eine anthropozäne Figur, von der man nicht klar und deutlich sagen könnte, ob es Ermächtigung oder Dezentrierung ist.

Ein sanftes Umwehtwerden – gegen den Ekel

Es ist wohl kein Zufall, dass Jean-Paul Sartres Der Ekel (1938) in einer ‚inerten Baumwurzel‘ gebündelt wird[19] – ist etwas inert, bleibt der Mensch draußen. Für die Nähe zum Baum, ja, einer Transformation zu ihm, muss ein Durchdringen, ein Umfließen des Organischen sich ereignen. Auch hierzu hat im Tagebuch Albert Camus als ‚Weltumarmung von Mensch zu Baum‘ einen Kontrapunkt geliefert. In diesem Kontext wird ebenso Rainer Maria Rilkes Rätsel zur ‚anderen Seite der Natur‘ gern bemüht, die Rilkes Figur erreicht, indem sie sich einem Baum anschmiegt:

Nach und nach erwachte seine Aufmerksamkeit über einem nie gekannten Gefühl: es war, als ob aus dem Innern des Baumes fast unmerkliche Schwingungen in ihn übergingen; er legte sich das ohne Mühe dahin aus, daß ein leichter nicht sichtlicher, vielleicht den Hang flach herabstreichender Wind im Holz zur Geltung kam, obwohl er zugeben mußte, daß der Stamm zu stark schien, um von einem so geringen Wehen so nachdrücklich erregt zu sein.[20]

Trotz oder wegen der Romantisierung ist Rilkes Ereignis Wolfgang Welsch in einer evolutionär informierten Philosophie der Natur ein Beispiel für ‚Erfahrungen der Gemeinschaft von Welt und Mensch‘.[21] Plötzlich erschallt jedoch – wie kann das sein? – ein schriller Zwischenruf von Deleuze und Guattari, die da im Chor meinen: „Wir dürfen nicht mehr an Bäume, an große und kleine Wurzeln glauben, wir haben zu sehr darunter gelitten.“[22] 

Pflanzen ohne Ständer, die weich sind

Deleuze und Guattari sprechen sich damit gegen den Baumstamm aus (der sich, das mag bei der Deutschen Eiche noch viel krasser als bei Lerchen sein, mit Rilke zu wenig ‚erregen‘ lässt), der alles andere ist als horizontal und symmetrisch, eine – ja, sogar bei Nietzsche selbst (s.o.) – rigorose antagonistische Vertikale, die knolligen Wurzelgeflechten widerstreitet. Die Vertikale dominiert sogar noch, wenn es um Blumen, nicht um Bäume, geht, etwa im wunderbaren Film Das Blumenwunder (1926) von Max Reichmann.[23] Quer zu jener Frage des Metaphorischen und Buchstäblichen sprechen sich die zwei Franzosen konzeptionell für das Rhizomatische aus, was Grund genug dafür sein mag, dass anthropozäne, posthumanistische Ökologien sich Korallen oder vor allem Pilzen widmen, deren Kategorialität nicht so klar ist. Gegenüber dem Stamm haben diese ‚Tier-Pflanzen‘, gerade die ohne Ständer, den Vorteil, dass eine oberirdische Bleibe- und unterirdische Bewegungsfreiheit[24] harmonieren, mehr noch, dass diese weich sind, nicht hart.[25] Mit ihnen als Vorbilder neue Formen des (s.o.) Anthropozentrismus zuzulassen, die zugleich einem jeden Anthropomorphismus den richtigen Dreh verpassten, das wäre zwischen Literatur und Philosophie in anthropozänen Zeiten für alle eine Chance.


Dr. Florian Wobser (Universität Passau) forscht zu Bildung/Didaktik, Medien und Ökologie. Im Jahre 2024 gab er den Sammelband Anthropozän. Interdisziplinäre Perspektiven und philosophische Bildung heraus. Aktuell arbeitet er an seiner Habilitation zu vielfältigen Naturzugängen unter Bedingungen des Anthropozäns.



Literatur

[1] Nietzsche, Friedrich: Fragmente, KSA 9. München u.a. 1980, S. 667.

[2] Peters, Anne: Tier-Rechte im Zeitalter des Menschen, in: J. Renn/B. Scherer (Hg.): Das Anthropozän. Zum Stand der Dinge. Berlin 22017, S. 67-87.

[3] Nietzsche, Friedrich: Fragmente, KSA 10, S. 376.

[4] Für die letzten zwei Zitate: Nietzsche, Friedrich: Fragmente, KSA 9. München u.a. 1980, S. 519.

[5] Im Anschluss an Grundlagenforschung von Jean Piaget etwa: Gebhard, Ulrich: Kind und Natur. Die Bedeutung der Natur für die psychische Entwicklung. Wiesbaden 52020.

[6] Deleuze, Gilles/Guattari, Félix: Was ist Philosophie?. Frankfurt am Main 2003, S. 195.

[7] Loh, Janina: Trans- und Posthumanismus. Zur Einführung. Hamburg 22019, speziell S. 130-162.

[8] Hoppe, Katharina/Lemke, Thomas: Neue Materialismen. Zur Einführung. Hamburg 32023.

[9] Bajohr Hannes: Keine Quallen. Anthropozän und Negative Anthropologie, in: Ders. (Hg.) Der Anthropos im Anthropozän. Die Wiederkehr des Menschen im Moments einer vermeintlich endgültigen Verabschiedung. Berlin 2020, 1-16, hier: 2.

[10] Noller, Jörg: Ethik des Anthropozäns. Überlegungen zur dritten Natur. Basel 2023, S. 19 bzw. 9.

[11] Block, Katharina: Humandezentrierung im Anthropozän, in: Bajohr 2020, S. 77-93, hier: 77.

[12] Schlitte, Annika/Verne, Markus/Wedekind, Gregor (Hg.): Die Handlungsmacht ästhetischer Objekte. Berlin u.a. 2021; darüber noch hinaus: Albers, Irene/Franke, Anselm (Hg.): Nach dem Animismus. Berlin 2017.

[13] Beispielhaft sei hier genannt: Krebs, Angelika u.a.: Das Weltbild der Igel. Naturethik einmal anders. Basel 2021, speziell S. 64-72; 78ff. Sehr spannend sind auch Publikationen von Jens Soentgen, der Affekte der Tiere und – auf Pflanzen geht er auffälligerweise nicht ein – Elemente (bislang Feuer, Wasser sowie Luft), als ‚Quasi-Lebewesen‘ (leib-)phänomenologisch aufwertet; z.B.: Soentgen, Jens: Philosophie des Wassers. Zug 2024. 

[14] Nietzsche, KSA 9, S. 388.

[15] Nietzsche, Friedrich: Die fröhliche Wissenschaft, KSA 3, S. 343-651, hier: S. 623.

[16] Nietzsche, KSA 3, S. 469.

[17] Mehr dazu: Wobser, Florian: Mensch-Natur-Beziehungen im Anthropozän. Ideen für Bildung und Didaktik im Fach Philosophie/Ethik, in: Ders. (Hg.): Anthropozän. Interdisziplinäre Perspektiven und philosophische Bildung. Frankfurt a.M./New York 2024, S. 193-216, hier: 207ff.

[18] Zur Vertiefung dieser These: Wobser, Florian: Wechselspiele aus Identität/Alterität: Zum “Tierwerden” im All-Age-Roman Power (2020) von Verena Güntner und der Dokumentation Grizzly Man (2005) von Werner Herzog, in: S. Bernhardt (Hg.): Themenorientierter Literatur- und Medienunterricht im Spannungsfeld aus Realismus und ästhetischer Eigengesetzlichkeit. Berlin 2025, S. 283-304.

[19] Sartre, Jean-Paul: Der Ekel [Übersetzung: Uli Aumüller]. Reinbek 1982, S. 147; hierzu auch im Vergleich mit Nietzsche: Lemm, Vanessa: Bilder pflanzlichen Lebens in der Philosophie, in: Dies./A. Ulrich (Hg.): Nietzsches Naturen. Berlin/Boston 2024, S. 255-270.

[20] Rainer Maria Rilke: «Ereignis», in: Sämtliche Werke in 12 Bänden, Bd. 11, S. 1036ff.

[21] Welsch, Wolfgang: Mensch und Welt. Eine evolutionäre Perspektive der Philosophie. München 2012, S. 73-80.

[22] Deleuze, Gilles/Guattari, Félix: Tausend Plateaus. Berlin 2005, S. 27.

[23] Schon Helmuth Plessner hatte dieser Film begeistert; dessen Anthropologie der ‚exzentrischen Positionalität‘ ist zwar anthropozentrisch, kann aber auch physiozentrisch erweitert werden; Wobser, Florian ›De-/Zentrierung‹ des Menschen im Anthropozän – Reflexion wissenschaftlichen und künstlerischen Ausdrucks im Film (Herzog; Geyrhalter), in: J. Kloeg (Hg.): International Yearbook for Philosophical Anthropology, Volume 11 (2022): art / science. Berlin/Boston 2023, S. 173-195, hier: 179.     

[24] Redecker, Eva von: Bleibefreiheit. Frankfurt am Main 2023.

[25] Redecker, Eva von: Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus. Frankfurt am Main 2026.