Arendt und Rassismus: Fehlurteile einer großen politischen Theoretikerin[1]

von Franziska Martinsen (Duisburg-Essen)

War Hannah Arendt eine Rassistin? Darauf gibt es in ihrem Werk keine Hinweise, wohl aber lässt sich nachweisen, dass sie zeitdiagnostische und normative Fehlurteile traf, die rassistische Stereotype bedienen und als Ausdruck von white ignorance zu werten sind. Das lässt nicht nur Passagen ihrer Schriften als zweifelhaft erscheinen, sondern verweist auf problematische systematische Grundpfeiler ihres Denkens. Gleichwohl bleibt Arendts Werk auch für viele Gegenwartsfragen in Bezug auf den Sinn von Politik, Freiheit, Demokratie und Menschenrechten inspirierend und anschlussfähig. Die fraglichen Textteile zeigen, dass auch große Denker*innen nicht vor Denkfehlern gefeit sind. Umso mehr lohnt es sich darüber nachzudenken, inwiefern anhand von Arendts Fehlurteilen kritische (Selbst)Reflexion eingeübt werden kann. 


Fraglos gehört Arendt zu den bedeutendsten politischen Theoretiker*innen des 20. Jahrhunderts. Ausgehend auch von eigenen biographischen Erfahrungen der Entrechtung als Jüdin im nationalsozialistischen Deutschland, als Geflüchtete (1933-1941) in Frankreich und Staatenlose (bis 1951) in den USA leistete sie ab den 1940er Bahnbrechendes in der Theoriebildung über das Politische. Vor dem Hintergrund des Zivilisationsbruchs durch Faschismus und Shoah arbeitete sie die Bedeutung politischer Freiheit und einer partizipativen Zugehörigkeit zu einer politischen Gemeinschaft heraus, die sie als unabdingbar für ein friedliches Miteinander in pluralistischen Gesellschaften ansah. Der transatlantische Ruhm ihres Werks verdankt sich u.a. analytischer Treffsicherheit und provokanter Schärfe bei der Behandlung drängender Themen ihrer Zeit. Zuweilen diskutierte sie tagespolitische Fragen jedoch in einer philosophischen Manier, die zwar von profunder Belesenheit und ideengeschichtlicher Versiertheit, dabei aber durchaus von zeitdiagnostischen und normativen Fehlurteilen gekennzeichnet war. Einige dieser Fehlurteile haben in den letzten Jahren zunehmend die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. An einigen Stellen in Arendts Schriften finden sich nämlich Textstellen, die rassistische Stereotype beinhalten – und dies, obwohl sich die Autorin eigentlich kritisch mit Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus auseinandersetzt. 

Die Vorwürfe gegen Arendt beziehen sich nicht nur auf Passagen in ihrem Monumentalwerk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1955, auf Englisch bereits 1951 erschienen). In diesem Buch rekonstruiert sie den europäischen Rassismus im Kontext von Kolonisierung und Imperialismus des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, spricht dabei aber von der vermeintlichen Geschichtslosigkeit des afrikanischen Kontinents, womit sie selbst auf eine rassistische Perspektive Bezug nimmt. Ebenso verstörend sind ihre Kommentare in dem Artikel „Reflections on Little Rock“ (1959/2000), in denen sie sich zur Koedukation von Schwarzen und weißen Kindern nach der Aufhebung der Rassentrennung in den USA der 1950er Jahre äußert. Zwar spricht sie sich hier klar gegen die gesetzliche Segregation in den Südstaaten aus, doch sagt sie außerdem, „daß die per Gesetz erzwungene Integration um keinen Deut besser sei als die gesetzlich erzwungene Rassentrennung“ (Arendt 2000: 264). An anderer Stelle heißt es: „[…] Gleichheit entsteht nicht nur im politischen Gemeinwesen, ihre Gültigkeit ist auch auf den politischen Bereich beschränkt. Nur dort sind wir alle Gleiche.“ (Arendt 2000: 265-266) Ihrer Ansicht nach sei Diskriminierung „ein ebenso unabdingbares gesellschaftliches Recht, wie Gleichheit ein politisches Recht ist.“ (Arendt 2000: 267) Und ja: Arendt hat diese Aussagen so gemeint. Ein Beleg dafür ist, dass sie sich nach der Ablehnung des Artikels der vom Jewish Comitee herausgegebenen Zeitschrift Commentary für eine Veröffentlichung in der Zeitschrift Dissent entschied und in Kauf nahm, dass dem Aufsatz eine Distanzierung seitens der Herausgeber:innen vorangestellt wurde: Der Beitrag werde nicht veröffentlicht, weil er Zustimmung finde, sondern weil man an die Freiheit der Rede auch in Bezug auf Ansichten glaube, die man für „entirely mistaken“ (zit. n. Arendt 1959: 45) halte. Tatsächlich argumentiert hier Arendt auf der Grundlage der für ihr Werk zentralen Unterscheidung zwischen Politischem und Sozialem, die sie aus der griechischen Antike übernimmt. In Bezug auf ihre normative Beurteilung der US-amerikanischen Verhältnisse in den 1950er Jahren erweist sich das antike Ideal jedoch als zynisch und realitätsfern. Bereits in der Antike war die Trennung zwischen polis (Öffentlichkeit) und oikos (privater Haushalt) problematisch: Referenzautoren wie Aristoteles unterschieden zwischen der Agora als öffentlichem Handlungsraum der Gleichen (= freien, besitzenden Männer) auf der einen Seite und dem Haushalt mit den unter der Herrschaft des männlichen Familienoberhaupts stehenden und in die Tätigkeiten der (Re-)Produktion verbannten Ungleichen (= Frauen, Kindern, Versklavten) auf der anderen. Arendt übernimmt dieses Raster unreflektiert, z.B. in ihrem Werk Vita activa oder Vom tätigen Leben (1960). Doch nicht nur das, sie zeigt sich auch desinteressiert an den strukturellen Bedingungen der US-Gesellschaft in den 1950ern, die aus der jahrhundertelangen Versklavung entstanden. Angesichts der fortwirkenden rassistischen Strukturen in den Südstaaten kann Arendts Insistieren auf einem Recht zur gesellschaftlichen Diskriminierung daher nicht anders als „politisch verfehlt“ (Kujala 2021: 2) genannt werden. Ihre Vorstellung, dass Schulklassen wie ein privater Club funktionieren und Eltern entscheiden, mit wem ihre Kinder lernen, verharmlost eine gesellschaftliche Praxis wie die rassistische Ausgrenzung in Bildungseinrichtungen. So kritisiert auch der Schwarze Schriftsteller Ralph Ellison Arendt 1964 dafür, dass sie mit geradezu „olympischer Autorität“ (Ellison 1995: 156, Übers. FM) über gesellschaftliche Verhältnisse urteilte, die tiefer zu verstehen sie sich nicht die Mühe gemacht habe. Der Fairness halber sei hier angemerkt, dass Arendt sich privat durchaus fähig zeigte zuzugeben, dass sie „die Komplexität der Situation einfach nicht verstanden“ habe, wie sie an Ellison schrieb (zit. n. Knott 2020). Gleichwohl ist der Aufsatz „Little Rock“ kein einmaliger Ausrutscher. So beharrte sie öffentlich in folgenden Werken auf ihrer eigen(willig)en politiktheoretischen Sichtweise einer dichotomen Differenz zwischen Politik und Gesellschaft, die sie insbesondere die politische Dimension Schwarzer Emanzipationskämpfe verkennen ließ. So thematisiert sie in ihrer Schrift Über die Revolution (1965) nur die US-Amerikanische von 1776 und die Französische Revolution aus dem Jahr 1789. Die von Schwarzen geführte Haitianische Revolution, die sich 1791 gegen kolonialistische Unterdrückung richtete, ist ihr aber keine Erwähnung wert (vgl. Rebentisch 2022: 138). In ihrer Studie Macht und Gewalt (1970) misst sie dem Protest der (mehrheitlich) weißen Studierenden in Europa und in den USA im Jahr 1968 eine höhere Bedeutung bei als den Kämpfen der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Den Protest weißer Studierender interpretiert sie als legitimes politisches Anliegen. Im Vergleich stuft sie die Black Power Bewegung als gewalttätig ein. Auf der einen Seite urteilt sie: »[o]hne Studentenkrawalle an der Sorbonne hätte Frankreich sich schwerlich zu radikalen Reformmaßnahmen seines veralteten Universitätssystems entschlossen« (Arendt 1970: 79). Auf der anderen Seite hat sie für die Belange der Schwarzen Studierenden lediglich eine abschätzige Bemerkung übrig, wenn sie über die praktischen Konsequenzen der Unruhen schreibt: »Kein Zweifel, Gewalt ›zahlt sich aus‹, aber das Unglück ist, daß sie sich unterschiedslos auszahlt, für ›soul‹- und Swahili-Kurse für N[…]studenten ebenso wie für wirkliche Reformen.« (Arendt 1970: 79) Sie zeigt keinerlei Verständnis für das Begehren der Schwarzen Studierenden nach Wissen über die – nicht zuletzt von weißen Sklavenhalter:innen geraubte – Geschichte. Indem sie sich über die Identifikationsprozesse in Form von Suaheli-Sprachkursen mokiert und sie für politisch irrelevant erklärt, bestätigt sie die bestehenden Machtasymmetrien in der weißen Mehrheitsgesellschaft: Die Belange einer Minderheit werden als weniger bedeutsam als die der Mehrheit angesehen. 

Gleichwohl machen die problematischen Textstellen Hannah Arendt nicht zu einer Autorin rassistischer Texte, gar zu einer Rassistin. Weder in Arendts Werk noch in ihren Briefen lassen sich intentionale diskriminierende Einstellungen gegenüber Schwarzen Menschen nachweisen. Im Gegenteil, sie setzt sich vor allem in Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft dezidiert kritisch mit Rassismus auseinander. Dass sie dennoch rassistische Vorurteile bedient und Fremdzuschreibungen verwendet (vgl. Schulze Wessel 2007 und 2021: 154f.), zeigt sich daran, dass sie in ihrem Werk durchgehend die Sichtweise der weißen Mehrheitsgesellschaft bzw. der weißen Kolonist:innen reproduziert. Die – kritisch intendierte – Analyse des Kolonialismus vermischt sich so mit der Übernahme rassistischer und imperialistischer Positionen (Swift 2009: 77), – etwa wenn Arendt schreibt: »Import europäischer Menschen, Besitzergreifung außereuropäischen Bodens und Ausrottung eingeborener Bevölkerungen fanden auf den beiden Kontinenten statt, die spärlich besiedelt und ohne eigenständige Kultur und Geschichte in die Hand Europas fielen – in Amerika und Australien, den zu Beginn der Neuzeit entdeckten Kontinenten.« (Arendt 1955: 409, Herv. FM) Arendts nach Ansicht Juliane Rebentischs »hemmungslos rassistischen Vermutungen über Afrika, über seine Weltlosigkeit und Grausamkeit« (Rebentisch 2022: 130), die ideengeschichtlich u.a. bis auf Hegel zurückgehen, können als »geradezu gewaltsame Abwehr der Einsicht in die Bedeutung der europäisch-amerikanischen Sklaverei« (Rebentisch 2022: 131) interpretiert werden. Auffällig ist etwa, dass Arendt, wenn sie in den Elementen und Ursprüngen totaler Herrschaft den modernen Rassismus und Antisemitismus als Vorbedingungen der nationalsozialistischen Massenvernichtung europäischer Juden und Jüdinnen untersucht, die Geschichte der Versklavung Schwarzer Menschen ausspart (vgl. Brumlik 2002: 84). 

Auch die Aufhebung der Rassentrennung in den USA in den 1950er Jahren ordnete Arendt nicht adäquat ein, sie versagte darin, die soziopolitische Bedeutung von race sowie von strukturellem und institutionellem Rassismus in den USA zu verstehen (vgl. Burroughs 2002: 52). Arendt erkannte definitiv nicht, dass die sogenannte »color question«[2] kein Problem der Schwarzen Bevölkerung, sondern ein Problem der weißen Mehrheitsgesellschaft ist (vgl. Gines 2007). Die Mechanismen gesellschaftlicher Marginalisierung von bestimmten Bevölkerungsgruppen vermag ihr normativer Ansatz nicht in den Blick zu nehmen. Indem sie am strukturvergessenen Ideal einer reinen politischen Sphäre festhält, verliert sie den Bezug zur gesellschaftlichen Realität.

Quantitativ gesehen, sind die hier besprochenen Textstellen angesichts von Arendts Gesamtwerk nicht erheblich. In qualitativ-systematischer Hinsicht jedoch sind sie als gewichtigere politiktheoretische Fehleinschätzungen einzuschätzen. Dennoch steht nach meiner Ansicht die Integrität Arendts Gesamtwerks nicht grundsätzlich in Frage. Vielmehr geht es meines Erachtens darum, die Erwartungshaltung gegenüber ihrem Werk zu überdenken und eine andere Perspektive einzunehmen: Statt olympisch-objektive Urteile zu erwarten, schlägt etwa Vilde Lid Aavitsland vor, von der Wahrscheinlichkeit des Versagens der Urteilsfähigkeit auch einer großen Theoretikerin auszugehen – und zwar auch dort, wo es, wie bereits thematisiert, umso mehr erstaunt, wenn eine politische Theoretikerin ausgerechnet die politische Dimension eines Bereichs der gesellschaftlichen Wirklichkeit verkennt. Damit wird Arendt keinesfalls aus der Verantwortung für ihre unreflektierte Anrufung rassistischer Stereotype entlassen. Stattdessen ist das Scheitern von Urteilen als »immanente Möglichkeit der eigenen Operation« (Aavidsland 2019: 544, Übers. FM) des Denkens anzusehen. Aavitsland interpretiert Arendts problematische Textaussagen als durchaus bewusstes, aber verfehltes Engagement für die Gleichheit aller Menschen. 

Somit sollte jede politische Theorie, jedes normative Urteil auf den Prüfstand gestellt werden. Wenn wir uns mit Arendts Werk beschäftigen, geht es nicht nur um die Inhalte, die sie behandelt. Es geht vor allem um den Umgang mit nicht immer auflösbaren Ambivalenzen, die sich zwischen der Entrüstung angesichts ihrer Textstellen mit rassistischen Bezügen und der Faszination für ihr Denken ergeben. Damit geht es um die Einübung in Ambivalenztoleranz, also um ein Denken, das sich nicht für Verdammung oder Verteidigung der Autorin und ihres Werks entscheiden muss, sondern durchaus ein Denken »mit Arendt gegen Arendt« (Robaszkiewicz/Weinman 2023: 195, Übers. FM) sein darf. 



Literatur

Aavitsland, Vilde Lid 2019: »The Failure of Judgment. Disgust in Arendt’s Theory of Political Judgment«, Journal of Speculative Philosophy (2019/3), S. 537–550.

Arendt, Hannah 1955: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Frankfurt/M.: Europäische Verlagsanstalt.

Arendt, Hannah 1959: »Reflections on Little Rock«, Dissent (1959/1), S. 45–56.

Arendt, Hanna 1960: Vita activa oder Vom tätigen Leben, München: Piper 1960.

Arendt, Hannah 1965: Über die Revolution, München: Piper.

Arendt, Hannah 2000: »Little Rock. ›Ketzerische Ansichten über die N[…]frage‹«, in: Dies., In der Gegenwart. Übungen im politischen Denken II, München: Piper 2000, S. 258–279. 

Brumlik, Micha 2002: »Der transatlantische Sklavenhandel, das Entstehen des modernen Rassismus und der Antisemitismus«, in: Fritz Bauer Institut (Hg.), Grenzenlose Vorurteile. Antisemitismus, Nationalismus und ethnische Konflikte in verschiedenen Kulturen, Frankfurt am Main: Campus, S. 69–86.

Burroughs, Michael D. 2015: »Hannah Arendt, ›Reflections on Little Rock‹, and White Ignorance«, Critical Philosophy of Race (2015/1), S. 52–78.

Ellison Ralph 1995: The World and the Jug [1964], in: Johan Callahan (Hg.), Ellison, Collected Essays, New York: Modern Library 1995, S. 155–188.

Gines, Kathryn T. 2007: »Race Thinking and Racism in Hannah Arendt’s The Origins of Totalitarianism«, in: Richard H. King/Dan Stone (Hg.), Hannah Arendt and the Uses of History. Imperialism, Nation, Race and Genocide, New York/Oxford: Berghahn 2007, S. 38–54.

Knott, Marie Luise 2020: Eine Ethik des Opfers, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2020.

Kujala, Will 2021: Hannah Arendt, Antiracist Rebellion, and the Counterinsurgent Logic of the Social, European Journal of Political Theory (2021/0), S. 1–24.

Martinsen, Franziska 2021: Ambivalenzen der Arendt-Rezeption. Eine Einordnung, in: Dies. (Hg.), Fragil – Stabil? Dynamiken der Demokratie. Die 23. HANNAH ARENDT TAGE 2020. Mit Beiträgen zur aktuellen Rassismus-Debatte bei Arendt, Weilerswist: Velbrück, S. 109–123.

Martinsen, Franziska 2025: Arendts Anti-Black Racism? Zwischen Verdikt und Verteidigung, in: Dübgen, Franziska/Martinez Mateo, Marina/Sonderegger, Ruth (Hg.), Philosophie und Rassismus. Debatten und Kontroversen, Weilerswist: Velbrück, S. 95–111.

Rebentisch, Juliane 2022: Der Streit um Pluralität. Auseinandersetzungen mit Hannah Arendt, Berlin: Suhrkamp.

Robaszkiewicz, Maria/Weinman, Michael 2023: »Thinking With and Against Arendt about Race, Racism, and Anti-racism«, in: dies/ders. Hannah Arendt and Politics, Edinburgh: Edinburgh University Press 2023, S. 175–195.

Schulze Wessel, Julia 2007: »Der Hannah-Arendt-Weg«, freiburg-postkolonial.de 03.02.2007, https://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Arendt-Hannah.htm.

Schulze Wessel, Julia 2021: »Zur Analyse des Imperialismus bei Hannah Arendt«, in: Martinsen, Franziska (Hg.), Fragil – Stabil? Dynamiken der Demokratie. Die 23. HANNAH ARENDT TAGE 2020. Mit Beiträgen zur aktuellen Rassismus-Debatte bei Arendt, Weilerswist: Velbrück, S. 149–160.

Swift, Simon 2009: Hannah Arendt, London/New York: Routledge.


[1] Vgl. für meine Auseinandersetzung mit Arendt und Rassismus Martinsen 2021 und Martinsen 2025, auf denen dieser Text basiert. 

[2] Die deutsche Version übersetzt dies mit »Rassenfrage« (Arendt 2000: 260).


Prof. Dr. Franziska Martinsen ist Professorin für Politische Theorie an der Universität Duisburg-Essen. Sie studierte Philosophie, Musik- und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde 2009 im Fach Philosophie an der Universität Basel (Schweiz) promoviert. An der Leibniz Universität Hannover habilitierte sie sich 2016 im Fach Politikwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Politischen Theorie und Ideengeschichte, insbesondere feministischen, intersektionalen und postkolonialen Theorien. Franziska Martinsen Mitglied im Team Konzept und Koordination der HANNAH ARENDT TAGE HANNOVER. 

Neueste Veröffentlichungen (Auswahl): 

2025: Law and Critique/Recht und Kritik, Baden-Baden: Alber (hrsg. m. G. Olson, J. Bung, C. Schmidt, B. Zabel, H. Meißner; zweiter Band der Reihe „kontrovers. Reihe für interdisziplinäre Gesellschaftstheorie zu Politik, Ökonomie und Recht“).

Open access: https://www.inlibra.com/de/document/view/detail/uuid/caa1a496-1ad3-3d94-8684-7d9426c866f3

2024: Handbuch Politik und Geschlecht, Opladen: Budrich (hrsg. m. C. M. Klapeer, J. Leinius, H. Mauer, I. Nüthen; ein Living Handbook). Open Access: https://budrich.publisso.de/

Homepage:

https://www.uni-due.de/politik/martinsen_f.php