praefaktisch

praefaktisch

Zeiten der Pandemie – Zeiten der Improvisation?

Von Claus Beisbart (Bern) Die Pandemie hat so manchen Plan durchkreuzt. Einige halten daher das Improvisieren für angesagt und ziehen eine Parallele zur künstlerischen Improvisation. Doch ein genauerer philosophischer Blick zeigt: Was wir in Zeiten der Pandemie tun, kann zwar…

Integrität im Anthropozän

Von Stefan Knauß (Halle & Erfurt) Corona und Anthropozän Als Anthropozän wird das gegenwärtige Erdzeitalter bezeichnet, das durch die massive, menschengemachte Veränderung natürlicher Ökosysteme gekennzeichnet ist (Crutzen und Stoermer 2000). Naturwissenschaftler sprechen von einer „Geologie der Menschheit“ (Crutzen 2002). Sie…

Covidologisches Zupfen

Von Martin Krohs (Berlin) Warum sind die Debatten um die Covid-Maßnahmen so rabiat, gerade die virtuellen? Auf facebook und twitter, in den Foren und Kommentarspalten bestimmen Verachtung, Überheblichkeit, Hass und Häme den Ton. Lockdown oder Öffnung, Zero Covid oder mit…

Rawls und die Kritik am Distributionsparadigma

Von Bernd Ladwig (Berlin) Für Rawls ist Gerechtigkeit die erste Tugend sozialer Institutionen. Die Grundfrage einer Theorie der Gerechtigkeit laute, wie die gesellschaftliche Grundordnung die Rechte und Pflichten sowie die Früchte der Zusammenarbeit unter den Angehörigen eines Gemeinwesens verteilen sollte.…

Freiheit und Krisis – Zu den Ursachen von Fremden-, Schwachen- und Intellektuellenfeindlichkeit

Von Ralph Schröder (Basel) Verachtungsdiskurse sind untrügliche Kennzeichen jeglichen Autoritarismus, Fremden-, Schwachen- und Intellektuellenfeindlichkeit sein abgründiges «Fundament». Matthias Bertschinger legt in seinem 2020 erschienenen Werk «Freiheit und Krisis» in einem neuartigen psychoanalytisch-ontologischen Denkansatz die Ursachen von Autoritarismus frei: als «Abwehr…