Populäre Philosophie

Dieser Themenblock knüpft an das gleichnamige Forum auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie 2017 in Berlin an. Peter Sloterdijk und Richard David Precht sind wahrscheinlich die bekanntesten Autoren, die im deutschsprachigen Raum philosophische Themen in verschiedenen Medien populär darstellen. Beider Anerkennung im Fach scheint allerdings nicht eben hoch zu sein. Gilt es im Fach also als verächtlich, Philosophie zu popularisieren? Und was bedeutet das eigentlich? Kann man Philosophie, wie sie heute akademisch betrieben wird, allgemeinverständlich darstellen oder ist die Gefahr zu groß, dass die Darstellung dann falsch wird?

Welche Philosoph_innen werden überhaupt angefragt, in klassischen Medien über ihre Themen zu sprechen oder zu schreiben? Warum finden sich in den großen Zeitungen etwa die immer gleichen Namen? Können Philosoph_innen von Vertreter_innen anderer Fächer lernen, wie man wissenschaftliche Themen gut kommunizieren kann? Besteht überhaupt die Notwendigkeit, dass Philosoph_innen sich um eine Kommunikation und Diskussion über die Fachgrenzen hinaus bemühen? Folgt eine entsprechende Verantwortung bspw. aus der überwiegenden Finanzierung universitärer Forschung aus Steuern? Oder haben sie eine Verantwortung, ihre Themen allgemeinverständlich zu erklären, weil Philosophie in Schulen unterrichtet wird?

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