100 Jahre John Rawls
Im Jahr 2021 wäre John Rawls 100 Jahre alt geworden. Außerdem markiert es den 50. Jahrestag des Erscheinens von A Theory of Justice, seines wohl wichtigsten Buches. Diese beiden Jubiläen sind zwar der Anlass dafür, dass Praefaktisch einen Themenschwerpunkt zu John Rawls bringt. Der eigentliche Grund dafür ist aber, dass Rawls die Philosophie der vergangenen 50 Jahre geprägt hat wie kein anderer und keine andere. Wie Brian Weatherson kürzlich ermittelt hat, kam der Begriff „Rawls“ in den 1970er Jahren in den wichtigsten Philosophiejournalen im Durchschnitt alle zwei bis drei Seiten vor. Wer heute durch die Journale blättert, gewinnt einen ganz ähnlichen Eindruck. Rawls ist allgegenwärtig. Ob man seine Theorien teilt oder nicht, man muss sich mit ihnen jedenfalls auseinandersetzen. Der Praefaktisch-Themenblock zu John Rawls soll einerseits verständlich machen, warum das so ist. Was ist an Rawls‘ Theorien so interessant, dass sie bis heute Fixpunkt etlicher Debatten sind? Andererseits soll er aber auch die Kritik an Rawls‘ Theorien und an der Art des Philosophierens, die er nachhaltig geprägt hat, sichtbar machen.
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